Bioladen in Dresden Gompitz Unkersdorf (1156, Kreisfreie Stadt Dresden)

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Bioladen in Dresden Gompitz Unkersdorf (1156)

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Allgemeines über einen Bioladen

Ein Bioladen (auch: Naturkostladen oder Biogeschäft) ist ein Nahrungsmittelladen, dessen zum Verkauf angebotene Fabrikate aus umweltfreundlicher Verarbeitung und ökologischer Landwirtschaft stammen.

Neben Lebensmitteln, bei denen das Hauptaugenmerk auf Naturkost liegt, werden oft auch Körperpflege- und Reinigungsmitte, Bekleidung und andere Erzeugnisse des täglichen Bedarfs dargeboten – essentielle Kriterien dabei sind eine bevorzugt kleine Schadstoffbelastung der angebotenen Waren ebenso wie deren umweltgerechte Produktion. Die Esswaren resultieren annähernd in Gesamtheit aus ökologischer Landwirtschaft. Traditionell angebaute Lebensmittel werden so gut wie nie in Bioläden angeboten; falls doch, dann sind sie in der Summe gekennzeichnet. Gentechnisch veränderte Nahrungsmittel sind in Bioläden dafür nicht zu finden.

Geschichte der Bioläden in Deutschland

70er Jahre

Bioläden entstehen zu Beginn der 1970er-Jahre eingangs in großen Städten. In dieser Zeit verkauft ein Bioladen besonders vegetarische Nahrungsmittel aus gewöhnlicher Produktion, die von den Kunden oftmals selbst aus Säcken oder Kartons entnommen werden mussten. Hinzu kam ein Angebot von Produkten, die mit einem alternativen Lebensstil verbunden werden: Henna, Umweltschutzpapier, Kerzen, Räucherstäbchen, Bücher und Broschüren. Ein Kernprodukt dieser Phase war das selbst zusammengestellte Müsli. Im Laufe der 70er Jahre entfalteten sich die Bioläden zu Treffpunkten der Kommunikation, die die Basisarbeit verschiedener politischer Bürgerinitiativen und Gruppen als Verstärker unterstützten.

80er Jahre

Nachdem die Anzahl der Läden auf mehr als 1000 Verkaufsorte gewachsen war, konzentrierten sich zahlreiche Inhaber auf ein verbessertes Erscheinungsbild und effizienteres Arbeiten. Damit öffneten sich die Geschäfte vermehrt auch dem normalen Kunden. Anhand von Zusammenschlüssen probierte die Szene, sich als Industriebranche zu präsentieren und in Öffentlichkeitsarbeit, Warenbeschaffung und Fortbildung zusammenzuarbeiten. Auch erste Qualitätsüberprüfungen der Produkte wurden gemeinsam organisiert.

90er Jahre

Die Professionalisierung der Bioläden führte in den 90er Jahren letztlich zu einer Neupositionierung: Nur manche Bioläden blieben dem Bild der 1970er verpflichtet, viele andere verstanden sich hingegen als beratungsstarke Fachgeschäfte für Produkte aus ökologischer Erzeugung.

nach 2000

Das Produktangebot wurde erweitert und mehr dem Kundenbedürfnis angepasst, sowie anhand einer fachkundigen Konsultation weiter ergänzt. Verstärkt eröffnen Bioläden und Bio-Supermärkte mit Fleisch- und Käsetheke und integriertem Öko-Bäckerei-Shop. Zudem greifen zahlreiche Bioläden das Konstrukt vom Lieferservice auf und bieten ihren Kunden bereits zusammengestellte Gemüsekisten samt Rezeptvorschlägen.

Varianz zwischen Reformhäusern und Bioläden

In Bioläden sind Nahrungsmittel aus nicht-ökologischer Landwirtschaft gegenwärtig der Ausnahmefall. In Reformhäusern dagegen steht die Befolgung der Richtlinien der „Vereinigung Deutscher Reformhäuser e.G.“ im Kern des Geschäftsmodells.

Das Angebot soll Produkte der gesunden und ernährungsphysiologisch wertvollen Ernährung und Hygiene umfassen, deren Wirkstoffe aus natürlichen Ursprung stammen. Die Lebensmittel stammen im Regelfall aus der biologisch-dynamischen Agrarwirtschaft.

Außerdem finden sich in Reformhäusern sogenannte Nahrungsergänzungsmittel (Omega-3-Fettsäure-Kapseln, Vitamintabletten etc.), die in Bioläden in der Regel nicht veräußert werden oder zumindest nur in kleiner Auswahl vorhanden sind, ebenso wie etliche Produkte, welche nicht den Kriterien der vollwertigen Ernährung nachkommen. Ein Schwerpunkt der Reformhäuser liegt konventionell auf diätetischen Nahrungsmitteln.

Da viele aus der Lebensreformbewegung selbst den Genuss von Alkohol ablehnen, sind solche Waren in Reformhäusern nicht zu finden. In Bioläden findet sich dagegen oftmals ein Regal mit Wein aus ökologischem Anbau.