Bioladen in Dogern (79804, Landkreis Waldshut)

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Bioladen in Dogern (79804)

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Allgemeines über einen Bioladen

Ein Bioladen (auch: Naturkostladen oder Biogeschäft) ist ein Nahrungsmittelladen, dessen zum Verkauf dargebotene Erzeugnisse aus umweltfreundlicher Verarbeitung und ökologischer Landwirtschaft resultieren.

Neben Esswaren, bei welchen der Fokus auf Naturkost liegt, werden vielmals auch Reinigungs- und Körperpflegemittel, Bekleidung und sowie Produkte des tagtäglichen Bedarfs angeboten – essentielle Voraussetzungen dabei sind eine bevorzugt marginale Schadstoffbelastung der angebotenen Produkte sowie deren umweltgerechte Produktion. Die Lebensmittel resultieren nahezu in Gesamtheit aus ökologischem Ackerabbau. Gewöhnlich angebaute Nahrung wird fast nie in Bioläden verkauft; wenn doch, dann sind sie im Allgemeinen gekennzeichnet. Gentechnisch manipulierte Lebensmittel sind in Bioläden hingegen nicht zu finden.

Geschichte von den Bioläden in Deutschland

70er Jahre

Bioläden entwickeln sich am Anfang der 1970er-Jahre erst in größeren Städten. In dieser Zeit verkauft ein Bioladen besonders vegetarische Esswaren aus traditioneller Produktion, die von den Kunden oftmals selbst aus Kartons oder Säcken abgefüllt werden mussten. Hinzu kam ein Angebot von Produkten, welche mit einem alternativen Lebensstil verbunden werden: Kerzen, Räucherstäbchen, Henna, Umweltschutzpapier, Bücher und Broschüren. Ein Hauptprodukt jener Zeit war das selbst zusammengestellte Müsli. Im Laufe der 70er Jahre entfalteten sich die Bioläden zu Sammelpunkten der Kommunikation, die die Basisarbeit verschiedener politischer Bürgerinitiativen und Gruppen als Verstärker unterstützten.

1980-Jahre

Nachdem die Menge der Läden auf über 1000 Verkaufsorte angewachsen war, konzentrierten sich eine Vielzahl Inhaber auf ein verbessertes Erscheinungsbild und effizienteres Arbeiten. Hierbei öffneten sich die Geschäfte verstärkt auch dem Normalkunden. Unter Einsatz von Zusammenschlüssen versuchte die Szene, sich als Industriezweig zu zeigen und in Warenbeschaffung, Fortbildung und Öffentlichkeitsarbeit zusammenzuarbeiten. Auch erstmalige Qualitätskontrollen der Produkte wurden zusammen organisiert.

90er Jahre

Die Professionalisierung der Bioläden führte in den 90er Jahren endgültig zu einer Neupositionierung: Nur ein paar Bioläden blieben dem Bild der 1970er verpflichtet, die meisten sahen sich eher als beratungsstarke Fachgeschäfte für ökologisch erzeugte Produkte.

nach 2000

Die Produktpalette wurde vergrößert und stärker dem Bedürfnis der Kunden angepasst, ebenso wie mit einer fachkundigen Beratung weiter ausgebaut. Des Öfteren eröffnen Bioläden und Bio-Supermärkte mit Fleisch- und Käsetheke und integrierter Ökobäckerei. Zudem greifen viele Bioläden das Konstrukt vom Lieferservice auf und bieten ihren Kunden schon zusammengestellte Gemüsekisten inkl. Rezepten.

Ungleichheit zwischen Bioläden und Reformhäusern

In Biogeschäften sind Nahrungsmittel aus nicht-ökologischer Agrarwirtschaft bereits der Ausnahmefall. In Reformhäusern hingegen steht die Einhaltung der Richtlinien der „Vereinigung Deutscher Reformhäuser e.G.“ im Kern des Geschäftsmodells.

Das Angebot soll Produkte der ernährungsphysiologisch wertvollen und gesunden Ernährung und Hygiene umfassen, deren Wirkstoffe aus natürlichen Ursprung stammen. Die Lebensmittel stammen normalerweise aus der biologisch-dynamischen Landwirtschaft.

Darüber hinaus finden sich in Reformhäusern sogenannte Nahrungsergänzungsmittel (Vitamintabletten, Omega-3-Fettsäure-Kapseln etc.), die in Bioläden üblicherweise nicht verkauft werden oder zumindest nur in kleiner Auswahl vorhanden sind, wie auch zahlreiche Produkte, welche nicht den Grundsätzen der vollwertigen Ernährung entsprechen. Ein Fokus der Reformhäuser liegt gewöhnlich auf diätetischen Nahrungsmitteln.

Da zahlreiche aus der Lebensreformbewegung auch den Gebrauch von Alkohol ablehnen, sind entsprechende Waren in Reformhäusern nicht zu finden. In Bioläden findet sich hingegen oftmals ein Regal mit Wein aus ökologischer Produktion.