Bioladen in Bernburg (6406, Salzlandkreis)

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Bioladen in Bernburg (6406)

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Allgemeines über einen Bioladen

Ein Bioladen (ebenfalls bekannt als: Biogeschäft oder Naturkostladen) ist ein Lebensmittelladen, dessen zum Vertrieb dargebotene Erzeugnisse aus umweltfreundlicher Verarbeitung und ökologischer Landwirtschaft stammen.

Neben Nahrungserzeugnissen, bei welchen der Fokus auf Naturkost liegt, werden oftmals auch Körperpflege- und Reinigungsmitte, Bekleidung und sowie Produkte des tagtäglichen Bedarfs dargeboten – bedeutende Grundsätze hierbei sind eine bevorzugt marginale Schadstoffbelastung der angebotenen Produkte als auch deren umweltgerechte Herstellung. Die Nahrungsmittel stammen nahezu alle aus ökologischer Landwirtschaft. Traditionell angebaute Lebensmittel werden so gut wie nie in Bioläden verkauft; wenn doch, dann sind sie generell gekennzeichnet. Gentechnisch manipulierte Nahrungsmittel sind in Bioläden nicht zu finden.

Geschichte der Bioläden in der Bundesrepublik Deutschland

70er Jahre

Bioläden entstehen zu Beginn der 1970er-Jahre eingangs in größeren Städten. In dieser Zeit verkauften Bioläden vor allem vegetarische Lebensmittel aus konventioneller Erzeugung, die von den Kunden oft selbst aus Säcken oder Kartons entnommen werden mussten. Dazu kam ein Angebot von Waren, welche mit einem alternativen Lebensstil verbunden werden: Räucherstäbchen, Henna, Umweltschutzpapier, Kerzen, Bücher und Broschüren. Ein Hauptprodukt jener Zeit war das selbst gemischte Müsli. Im Laufe der 1970er Jahre entwickelten sich die Bioläden zu kommunikativen Treffpunkten, welche die Basisarbeit unterschiedlicher politischer Bürgerinitiativen und Gruppen als Multiplikatoren unterstützten.

1980-Jahre

Nachdem die Anzahl der Geschäfte auf über 1000 Verkaufsorte gewachsen war, konzentrierten sich etliche Inhaber auf ein verbessertes Erscheinungsbild und effizienteres Arbeiten. Dadurch öffneten sich die Geschäfte verstärkt auch dem normalen Kunden. Durch Zusammenschlüsse probierte die Szene, sich als Branche zu präsentieren und in Fortbildung, Warenbeschaffung und Öffentlichkeitsarbeit zusammenzuarbeiten. Auch erste Qualitätskontrollen der Produkte wurden gemeinschaftlich organisiert.

90er Jahre

Die Professionalisierung der Biogeschäfte führte in den 90er Jahren ultimativ zu einer Neupositionierung: Nur ein paar Bioläden blieben dem Bild der 1970er verpflichtet, die meisten verstanden sich eher als beratungsstarke Fachgeschäfte für Produkte aus ökologischer Erzeugung.

nach 2000

Die Produktpalette wurde erweitert und mehr dem Kundenbedürfnis angepasst, sowie anhand einer fachkundigen Konsultation weiter ergänzt. Des Öfteren eröffnen Bio-Supermärkte und Bioläden mit Fleisch- und Käsetheke und integriertem Öko-Bäckerei-Shop. Außerdem greifen viele Bioläden das Konzept vom Lieferservice auf und bieten ihren Kunden im Vorfeld zusammengestellte Gemüsekisten inkl. Rezeptvorschlägen.

Abweichung zwischen Reformhäusern und Bioläden

In Bioläden sind Esswaren aus nicht-ökologischer Agrarwirtschaft schon die absolute Ausnahme. In Reformhäusern dagegen steht die Einhaltung der Richtlinien der „Vereinigung Deutscher Reformhäuser e.G.“ im Zentrum des Geschäftsmodells.

Das Angebot soll Waren der gesunden und ernährungsphysiologisch wertvollen Ernährung und Hygiene beinhalten, deren Wirkstoffe aus natürlichen Ursprung stammen. Die Lebensmittel stammen in der Regel aus der biologisch-dynamischen Landwirtschaft.

Des Weiteren finden sich in Reformhäusern Nahrungsergänzungsmittel (Omega-3-Fettsäure-Kapseln, Vitamintabletten etc.), die in Biogeschäften üblicherweise nicht verkauft werden oder wenigstens nur in kleiner Auswahl vorhanden sind, ebenso wie viele Produkte, welche nicht den Grundsätzen der Vollwerternährung erfüllen. Ein Fokus der Reformhäuser liegt konventionell auf diätetischen Nahrungsmitteln.

Da etliche aus der Lebensreformbewegung auch den Gebrauch von Alkohol ablehnen, sind solche Waren in Reformhäusern nicht zu finden. In Bioläden findet sich dagegen oftmals ein Regal mit Wein aus ökologischer Erzeugung.