Apotheke in Wermelskirchen (42929, Rheinisch-Bergischer Kreis)

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Apotheke in Wermelskirchen (42929)

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Apotheke bzw. Apotheken

Als Apotheke wird ein Ort bezeichnet, an dem Arzneimittel und Medizinprodukte abgegeben, geprüft und produziert werden. Zudem ist es eine Hauptaufgabe des Apothekers und des übrigen Apothekenpersonals, die Kunden zu beraten, sie über Nebenwirkungen aufzuklären und eventuelle Wechselwirkungen mit anderen Präparaten aufzudecken. Zusätzlich zu der Abgabe von Arzneien veräußern Apotheken auch „apothekenübliche Artikel“ wie kosmetische Erzeugnisse, Nahrungsergänzungsmittel und weitere Artikel mit gesundheitsförderndem Bezug.

Allgemeines über Apotheken

Wortherkunft

Das Wort „Apotheke“ (mittelhochdeutsch „Spezereiladen“) stammt über lateinisch „apotheca“ vom altgriechischen „apothéke“ ab, was wörtlich Ablage (oder Depot, Aufbewahrungsort, Speicher, Lager) für Vorräte im Allgemeinen bedeutet. Bei Galenos war mit apoteca ein Aufbewahrungsort für Bücher gemeint. Vielmals bezeichnete es wie beim römischen Agrarschriftsteller Columella das vornehmlich oben im Hause gelegene Weinlager, wo der Wein in Amphoren gelagert wurde. In Abtein wurde lateinisch apotheca der Raum zur Verwahrung von Heilkräutern („Kräuterkammer“) bezeichnet. Im Hochmittelalter bezeichnete apotheca üblicherweise eine Warenniederlage, einen Kramladen oder eine Verkaufsbude für Gewürze, unterhalten vom apothecarius.

Auftrag der Apotheke

In Deutschland und in Österreich erledigt die Apotheke den gesetzlichen Auftrag als Teil des Gesundheitssystems, die ordnungsgemäße Pharmakonversorgung der Bürger sicherzustellen. Dies ist in den jeweiligen Apothekengesetzen (Österreich, Deutschland) geregelt.

In der Schweiz dagegen ist die Medikamentenabgabe im Heilmittelgesetz festgelegt, nach ihr dürfen Apotheker Arzneien abgeben, überdies kennen, da das Apothekerwesen kantonal geregelt ist, vierzehn Kantone die Selbstdispensation durch Ärzte. Eine solche Selbstdispensation existiert in Deutschland alleinig in der Struktur der tierärztliche Hausapotheke, in Österreich in Form der ärztlichen Hausapotheke für humanmedizinische Arzneimittel und in der Form der tierarztlichen Hausapotheke. Hier dreht es sich um eine Abgabestelle.

Die Befolgung der gesetzlichen Anforderungen wird in Deutschland von den Bundesländern beaufsichtigt. In NRW sind hauptamtlich beschäftigte Amtsapotheker in den Kreisen und kreisfreien Städten für die Überwachung zuständig.

Verkauf von Medikamenten

Apotheken dürfen Arzneien veräußern, da sie Produkte besonderer Art sind und häufig Erklärung und Beratung in besonderem Umfang erfordern. Während in Österreich und in Deutschland alleinig Apotheken Arzneien vertreiben dürfen, ist in der Schweiz die Selbstdispensation durch Ärzte erlaubt.

Der Verkauf muss mittels pharmazeutisches Personal geschehen. In Deutschland dürfen Apotheken mit einer Versandhandelsgenehmigung Medizin im Versand auch über Ländergrenzen hinaus verkaufen.

Vorschriften zur Regelung der Abgabepreise von Arzneimitteln finden sich in der Bundesrepublik Deutschland in der Arzneimittelpreisverordnung, für die Schweiz ist das Bundesamt für Gesundheit verantwortlich, es stellt eine Spezialitätenliste her.

Verwaltung der Apotheke

Apotheken dürfen nur von einem staatlich anerkannten Apotheker geführt werden.

In Deutschland kann für 4 Wochen pro Jahr, zum Beispiel aufgrund Urlaub oder Krankheit des Apothekers, eine Vertretung qua einen Pharmazieingenieur oder Apothekerassistenten stattfinden; bei Absenz bis zu drei Monaten oder im Falle einer Krankenhaus- bzw. Hauptapotheke ist die Vertretung durch einen Apotheker erforderlich.