Apotheke in Neuzelle Göhlen (15898, Landkreis Oder-Spree)

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Apotheke in Neuzelle Göhlen (15898)

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Apotheke bzw. Apotheken

Als Apotheke wird ein Ort bezeichnet, an dem Medizinprodukte und Arzneimittel abgegeben, geprüft und produziert werden. Außerdem ist es eine Hauptaufgabe des Apothekenpersonals und des Apothekers, die Kunden zu beraten, sie über Nebenwirkungen aufzuklären und etwaige Wechselwirkungen mit anderen Arzneien aufzudecken. Darüber hinaus zu der Abgabe von Medikamenten verkaufen Apotheken auch „apothekenübliche Waren“ wie kosmetische Erzeugnisse, Nahrungsergänzungsmittel und weitere Artikel mit gesundheitsförderndem Bezug.

Allgemeines über Apotheken

Ursprung des Wortes

Das Wort „Apotheke“ (mittelhochdeutsch „Spezereiladen“) stammt über lateinisch „apotheca“ vom altgriechischen „apothéke“ ab, was wörtlich Ablage (oder Lager, Depot, Aufbewahrungsort, Speicher) für Vorräte im Allgemeinen bedeutet. Bei Galenos war mit apoteca ein Ort der Aufbewahrung für Bücher gemeint. Oft bezeichnete es wie beim römischen Agrarschriftsteller Columella das in aller Regel oben im Hause befindliche Weinlager, wo der Wein in Amphoren bewahrt wurde. In Klöstern wurde lateinisch apotheca die Kammer zur Deponierung von Heilkräutern („Kräuterkammer“) bezeichnet. Im Hochmittelalter bezeichnete apotheca üblicherweise eine Warenniederlage, einen Kramladen oder eine Verkaufsbude für Gewürze, betrieben vom apothecarius.

Aufgabe der Apotheke

In Deutschland und in Österreich erfüllt die Apotheke den gesetzlichen Arbeitseinsatz als Bestandteil des Gesundheitssystems, die ordnungsgemäße Medizinversorgung der Bürger sicherzustellen. Dies ist in den jeweiligen Apothekengesetzen (Österreich, Deutschland) festgelegt.

In der Schweiz hingegen ist die Medikamentenabgabe im Heilmittelgesetz festgelegt, nach ihr dürfen Apotheker Heilmittel abgeben, obendrein kennen, da das Apothekerwesen kantonal geregelt ist, 14 Kantone die Selbstdispensation durch Mediziner. Eine solche Selbstdispensation existiert in der Bundesrepublik Deutschland nur in der Form der tierärztliche Hausapotheke, in Österreich in der Form der tierarztlichen Hausapotheke und in Form der ärztlichen Hausapotheke für humanmedizinische Arzneimittel. In diesem Fall handelt es sich um eine Abgabestelle.

Die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen wird in der Bundesrepublik Deutschland von den Bundesländern beaufsichtigt. In Nordrhein-Westfalen sind hauptamtlich beschäftigte Amtsapotheker in den Kreisen und kreisfreien Städten für die Aufsicht verantwortlich.

Verkauf von Medikamenten

Apotheken dürfen Medikamente veräußern, da sie Artikel besonderer Art sind und häufig Erklärung und Beratung in besonderem Umfang erfordern. Während in Österreich und in Deutschland ausschließlich Apotheken Arzneien vertreiben dürfen, ist in der Schweiz die Selbstdispensation durch Ärzte gestattet.

Der Verkauf muss mittels pharmazeutisches Personal erfolgen. In der BRD dürfen Apotheken mit einer Versandhandelsgenehmigung Medikamente im Versand auch über Ländergrenzen hinaus veräußern.

Vorschriften zur Regelung der Abgabepreise von Arzneimitteln finden sich in Deutschland in der Arzneimittelpreisverordnung, für die Schweiz ist das Bundesamt für Gesundheit zuständig, es stellt eine Spezialitätenliste her.

Verwaltung der Apotheke

Apotheken dürfen alleinig von einem staatlich geprüften Apotheker geführt werden.

In der BRD kann für 4 Wochen pro Jahr, beispielsweise wegen Urlaub oder Krankheit des Apothekers, eine Vertretung unter Einsatz von einen Apothekerassistenten oder Pharmazieingenieur erfolgen; bei Abwesenheit bis zu drei Monaten oder im Falle einer Haupt- bzw. Krankenhausapotheke ist die Vertretung unter Einsatz von einen Apotheker nötig.