Apotheke in Holzkirchen (97292, Landkreis Würzburg)

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Apotheke in Holzkirchen (97292)

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Apotheke bzw. Apotheken

Als Apotheke wird ein Standort bezeichnet, an dem Arzneimittel und Medizinprodukte abgegeben, geprüft und hergestellt werden. Zudem ist es eine Hauptaufgabe des Apothekers und des übrigen Apothekenpersonals, die Kunden zu beraten, sie über Nebenwirkungen zu informieren und eventuelle Wechselwirkungen mit anderen Heilmitteln aufzudecken. Darüber hinaus zu der Ausgabe von Medikamenten veräußern Apotheken auch „apothekenübliche Artikel“ wie kosmetische Erzeugnisse, Nahrungsergänzungsmittel und weitere Produkte mit gesundheitsfördernder Wirkung.

Allgemeines über Apotheken

Ursprung des Wortes

Die Bezeichnung „Apotheke“ (mittelhochdeutsch „Spezereiladen“) stammt über lateinisch „apotheca“ vom altgriechischen „apothéke“ ab, was wörtlich Ablage (oder Depot, Aufbewahrungsort, Speicher, Lager) für Vorräte im Allgemeinen bedeutet. Unter Galenos war mit apoteca ein Ort der Aufbewahrung für Bücher gemeint. Oft bezeichnete es wie beim römischen Agrarschriftsteller Columella das meist oben im Hause gelegene Weinlager, wo der Wein in Amphoren bewahrt wurde. In Abtein wurde lateinisch apotheca der Raum zur Verwahrung von Heilkräutern („Kräuterkammer“) bezeichnet. Im Hochmittelalter bezeichnete apotheca üblicherweise eine Verkaufsbude für Gewürze, eine Warenniederlage oder einen Kramladen, betrieben vom apothecarius.

Auftrag der Apotheke

In Deutschland und in Österreich absolviert die Apotheke den dem Recht entsprechenden Auftrag als Element des Gesundheitssystems, die ordnungsgemäße Heilmittelversorgung der Bürger abzusichern. Dies ist in den jeweiligen Apothekengesetzen (Österreich, Deutschland) festgelegt.

In der Schweiz hingegen ist die Medikamentenabgabe im Heilmittelgesetz geregelt, nach ihr dürfen Apotheker Heilmittel abgeben, darüber hinaus kennen, weil das Apothekerwesen kantonal geregelt ist, vierzehn Kantone die Selbstdispensation durch Mediziner. Eine solche Selbstdispensation gibt es in der BRD nur in der Beschaffenheit der tierärztliche Hausapotheke, in Österreich in der Form der tierarztlichen Hausapotheke und in Form der ärztlichen Hausapotheke für humanmedizinische Arzneimittel. In diesem Fall dreht es sich um eine Abgabestelle.

Die Befolgung der gesetzlichen Bestimmungen wird in Deutschland von den Bundesländern überwacht. In Nordrhein-Westfalen sind hauptamtlich beschäftigte Amtsapotheker in den Kreisen und kreisfreien Städten für die Aufsicht verantwortlich.

Verkauf von Medikamenten

Apotheken dürfen Arzneimittel verkaufen, da sie Produkte besonderer Art sind und häufig Erklärung und Beratung in besonderem Umfang bedürfen. Während in Österreich und in Deutschland ausschließlich Apotheken Arzneien verkaufen dürfen, ist in der Schweiz die Selbstdispensation durch Ärzte gestattet.

Der Vertrieb muss durch pharmazeutisches Personal geschehen. In Deutschland dürfen Apotheken mit einer Versandhandelsgenehmigung Medizin im Versand auch über Ländergrenzen hinaus vertreiben.

Vorschriften zur Regelung der Abgabepreise von Arzneimitteln finden sich in der Bundesrepublik Deutschland in der Arzneimittelpreisverordnung, für die Schweiz ist das Bundesamt für Gesundheit verantwortlich, es stellt eine Spezialitätenliste her.

Leitung der Apotheke

Apotheken dürfen alleinig von einem staatlich anerkannten Apotheker betrieben werden.

In Deutschland kann für 4 Wochen je Jahr, bspw. wegen Krankheit oder Urlaub des Apothekers, eine Vertretung durch einen Apothekerassistenten oder Pharmazieingenieur stattfinden; bei Abwesenheit bis zu 3 Monaten oder im Falle einer Haupt- bzw. Krankenhausapotheke ist die Vertretung durch einen Apotheker obligatorisch.