Apotheke in Bad Vilbel (61118, Wetteraukreis)

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Apotheke in Bad Vilbel (61118)

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Apotheke bzw. Apotheken

Als Apotheke wird ein Ort bezeichnet, an dem Medizinprodukte und Arzneimittel abgegeben, geprüft und produziert werden. Außerdem ist es eine Hauptaufgabe des Apothekers und des übrigen Apothekenpersonals, die Kunden zu beraten, sie über Nebenwirkungen zu informieren und eventuelle Wechselwirkungen mit anderen Präparaten aufzudecken. Zusätzlich zu der Ausgabe von Heilmitteln verkaufen Apotheken auch „apothekenübliche Produkte“ wie kosmetische Erzeugnisse, Nahrungsergänzungsmittel und weitere Artikel mit gesundheitsfördernder Wirkung.

Allgemeines über Apotheken

Ursprung des Wortes

Das Wort „Apotheke“ (mittelhochdeutsch „Spezereiladen“) stammt über lateinisch „apotheca“ vom altgriechischen „apothéke“ ab, was wörtlich Ablage (oder Lager, Depot, Aufbewahrungsort, Speicher) für Vorräte im Allgemeinen bedeutet. Unter Galenos war mit apoteca ein Ort der Aufbewahrung für Bücher gemeint. Oft bezeichnete es wie beim römischen Agrarschriftsteller Columella das vorwiegend oben im Hause gelegene Weinlager, wo der Wein in Amphoren gelagert wurde. In Abtein wurde lateinisch apotheca die Kammer zur Deponierung von Heilkräutern („Kräuterkammer“) bezeichnet. Im Hochmittelalter bezeichnete apotheca üblicherweise eine Verkaufsbude für Gewürze, eine Warenniederlage oder einen Kramladen, unterhalten vom apothecarius.

Aufgabe der Apotheke

In der Bundesrepublik Deutschland und in Österreich erledigt die Apotheke den dem Recht entsprechenden Einsatz als Komponente des Gesundheitssystems, die ordnungsgemäße Medikamentenversorgung der Bevölkerung abzusichern. Dies ist in den jeweiligen Apothekengesetzen (Österreich, Deutschland) festgelegt.

In der Schweiz hingegen ist die Arzneiabgabe im Heilmittelgesetz geregelt, nach ihr dürfen Apotheker Heilmittel abgeben, darüber hinaus kennen, weil das Apothekerwesen kantonal geregelt ist, vierzehn Kantone die Selbstdispensation durch Ärzte. Eine solche Selbstdispensation existiert in der Bundesrepublik Deutschland alleinig in der Form der tierärztliche Hausapotheke, in Österreich in Form der ärztlichen Hausapotheke für humanmedizinische Arzneimittel und in der Form der tierarztlichen Hausapotheke. Hier dreht es sich um eine Abgabestelle.

Die Befolgung der gesetzlichen Bestimmungen wird in Deutschland von den Bundesländern beaufsichtigt. In Nordrhein-Westfalen sind hauptamtlich beschäftigte Amtsapotheker in den Kreisen und kreisfreien Städten für die Überwachung zuständig.

Verkauf von Medikamenten

Apotheken dürfen Medizin veräußern, da sie Waren besonderer Art sind und oftmals Erklärung und Beratung in besonderem Umfang erfordern. Während in Österreich und in Deutschland ausschließlich Apotheken Arzneien vertreiben dürfen, ist in der Schweiz die Selbstdispensation durch Ärzte erlaubt.

Der Absatz muss durch pharmazeutisches Personal erfolgen. In der Bundesrepublik Deutschland dürfen Apotheken mit einer Versandhandelsgenehmigung Präparate im Versand auch über Ländergrenzen hinaus veräußern.

Vorschriften zur Regelung der Abgabepreise von Arzneimitteln finden sich in der Bundesrepublik Deutschland in der Arzneimittelpreisverordnung, für die Schweiz ist das Bundesamt für Gesundheit verantwortlich, es stellt eine Spezialitätenliste her.

Verwaltung der Apotheke

Apotheken dürfen alleinig von einem staatlich anerkannten Apotheker geführt werden.

In der Bundesrepublik Deutschland kann für vier Wochen je Jahr, bspw. wegen Krankheit oder Urlaub des Apothekers, eine Vertretung durch einen Apothekerassistenten oder Pharmazieingenieur erfolgen; bei Absenz bis zu drei Monaten oder im Falle einer Haupt- bzw. Krankenhausapotheke ist die Vertretung unter Einsatz von einen Apotheker obligatorisch.